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Peter´s Blog

Bilderbuch-party

Die Einladung kam von der Freundin einer Freundin, dessen Mitbewohnerin die Ex-nachbarin meines jetzigen Mitbewohners Florian (von uns liebevoll “Biuty” genannt). Besagte Freundin (usw.) hat letzten Samstag Geburtstag gefeiert und wohl selber nicht erwartet, was daraus geworden ist. Vor ein paar Monaten (!) habe ich jedenfalls auf einer Feier im WUK dieses Mädchen kennengelernt, (blond, blauäugig, betrunken) die mir dann prompt eine Einladung für diese Geburtstagsparty in die Hand gedrückt hat. Und wenn ich dem Gedankengang des Mädchens richtig gefolgt bin, ist sie eigentlich nicht davon ausgegangen, dass ich bzw. wir auch tatsächlich dort auftauchen. Und von dieser Annahme ausgehend, hat sie natürlich Tonnen von Einladugen an Hunderte, entfernte Bekannte und nicht Bekannte ausgestellt, hoffend, dass vielleicht 20-30 Personen schlussendlich auf der Party auftauchen. Nun, dieser Plan lief offenbar schief, denn sie hat offensichtlich das Technikzetalter völlig unterschätzt, und so kam es, dass dieser Termin in hunderten von Telefonen eingespeichert wurde (was sicherlich auch mit der Attraktivität besagter Person Zusammenhang findet). Wie dem auch sei; in meinem Handy fand es sich nun, dass mein Terminkalender einen rotblinkenden Eintrag erscheinen lies, und da ich (wie es sich für brave Studenten an einem Samstag Abend gehört) nichts besseres vor hatte und natürlich sämtliche meiner Mitbewohner auch nicht, machten wir uns nichts böses ahnend, auf den Weg.
Nachdem wir das Haus gefunden hatten, und 3 Stockwerke hochgeklettert waren, standen wir vor der Wohnungstür, vor der sich etwa 180 Paar Schuhe stapelten. Nach mehrmaligem Läuten an der Tür öffnete uns die Blonde, Blauäugige Schönheit (betrunken :), die Türe. Und da entstand auch schon die erste Schwierigkeit, denn sobald sich mein Blick an besagtem Körper nach unten bewegte, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die Bekleidung jener Person täuschend ähnlich mit genau “gar nichts” zum Verwechseln war. Nach einem kurzem Gespräch mit der nackten Wahrheit, schien uns die Party zunächst recht angenehm (bis auf die unglaublichen Menschenmengen, durch die man sich durchkämpfen musste). Bis wir dann in die Küche geleitet wurden, wo uns ein Menü von “Shots” erwartete, die… etwas komisch aussahen… und auch so schmeckten. Diese Shots waren nämlich nicht einfach nur alkoholische Getränke, nein, sie hatten auch noch wundervoll klingende Namen wie “Viagra” oder “Turbolax” oder “Aspirin”. Und genauso wohlklingend, wie diese Namen waren, schmeckte das Gesöff auch. Aber nach etwa 20 Minuten hatte sich kein entsprechender Effekt eingestellt, was uns, trotz anfänglicher Beklemmung, doch sehr erleichterte.

Kurz nachdem wir 2 oder drei dieser gefährlichen Dinger konsumiert hatten, wurden wir ins Badezimmer geleitet (wohlgemerkt: immer noch von der nackten Blondine), wo eine Badewanne mit schätzungsweise 10 verschiedenen Biersorten und diversen Spirituosen zur freien Entnahme bereitstand. Da fühlt man sich natürlich wie im 7. Himmel und langt erstmal ordentlich zu, bis es mit der Führung weiterging. Ein Raum weiter: eine Wendeltreppe, die uns in das zweite Stockwerk der Wohnung führte. Jenes war in drei Räume aufgeteilt. Links befand sich ein Zimmer in dem offensichtlich mehr konsumiert wurde, als nur destilliertes Wasser (woraufhin sich unser Jamaika-Tom sofort da rein verfrachtet hat), rechts standen wir vor einer verschlossenen Tür, über der sich eine blinkende Warnung befand: “Sex in progress”. Gerade aus befand sich das noch leere Discozimmer, aus dem ohrenbetäubender Lärm drang.
An und für sich war die Party ein relatives Besäufnis (relativ deshalb, weil ich es tatsächlich geschafft habe, trotz des Überangebots an Materials, halbwegs nüchtern zu bleiben), jedoch artete sie in einigen Punkten leider so weit aus, dass sie dann doch eher unangenehm wurde.
So waren wir z.B. verpflichtet unsere Schuhe auszuziehen, und der Boden war nach einer Stunde schon dermaßen verdreckt mit Bier, Destillaten und (gott bewahre) Körperflüssigkeiten, dass ich es vorzog, die Hausregeln assozialerweise zu verletzen und mir meine Schuhe wieder anzuziehen. Als ich also auf den Gang hinausging um meine Schue zu suchen höre ich entsetzliches gelalle eines Technoliedes (das ich zwar irgendwo her kannte, aber nicht genau definieren konnte) und das Geräusch von plätscherndem Wasser auf Marmor… Es gibt in Wien einige sehr graußige Angewohnheiten aber ich gebe zu, dass mir das in meinem Leben zum ersten Mal untergekommen ist. Warum, benutzt jemand das Treppenhaus um seine Blase zu erleichtern, wenn sich 20 Meter weiter ein Innenhof mit Garten und Bäumen befindet? WIESO?
Nun ja. Ich möchte ehrlich gesagt nicht weiter darauf eingehen. Was mich noch erstaunt hat (diesmal im Positiven), was das Diskozimmer. Nachdem es etwa eine halbe Stunde mehr oder weniger für mich und Florian als Spielwise zur Verfügung stand (weil keiner den richtigen Promillepegel zum Tanzen hatte), kam plötzlich, wie aus dem Nichts ein Italomacker (aus Deutschland), mit verkehrt aufgesetztem Käppi und weisem Hemd und klemmte sich an den Laptop. 4 Sekunden Später war es plötzlich still im Raum. Neugierig schauten von drausen die Leute ins Zimmer, weil sie die plötzliche Ruhe anscheinend plötzlich verwirrte. Und dann, prasste er mit geschätzten 200db folgendes Lied in den Raum:
.
Wie ein plötzlich entstandenes Vakuum sog die Musik die Leute aus den anderen Räumen herein und die Stimmung war zum Zerbersten geladen. Alle tanzten und grölten und auch wir wurden mitgerissen, obwohl die Musik eigentlich nicht unseren Vorstellungen entspricht.

Interessante kleine Fiecher und wie sie verrecken

Bernhard ist ein Studienkollege und guter Freund von Florian, meinem Mitbewohner. Bernhard ist leidenschaftlicher Fischer und so kommt man selten an dem Thema vorbei, wenn er (wie so oft) bei uns zu Besuch ist. Oft erzählt er uns wo die besten Fischbestände entlang der Donau zu finden sind und wie sie aussehen. Oft auch erzählt er uns wie man welche Fischsorten am besten angelt.


Oft auch beschrieb er uns seinen Lieblingsköder, den “Durduback” (0r h0w) der scheinbar recht selten zu kriegen ist und dafür Wunder wirken soll, beim Fischfang.
Es handelt sich dabei um einen Egel; einen langen, fetten schwarzen Wurm von mucös-harter Konsistenz. Er ist äußerst neugierig, was heißt, dass er, selbst wenn man in an den Angelhaken spießt, sich noch aufrichtet um zu sehen was sich so um ihn herum abspielt.


Warum ich das so genau weiß? Nun wir hatten dieses glitschige Vieh einige Tage lang als Haustier! Als Florian von diesem Wunderding hörte wollte er unbedingt eins haben. So kam es, dass Bernhard ihm schweren Herzens einen von seinen abgab und Florian ihn liebevoll in einer kleinen Schachtel mit Erde hielt. Er fütterte ihn mit sehr leckeren Sachen (sogar Kuchen, rofl) und kümmerte sich rührend um ihn. Oft nahm er das glitschige Ding in die Hand und streichelte es.


Doch eines Morgens ging es “Durdu”, wie er ihn zärtlich nannte nicht so gut. Er schien schlapp und bewegte sich kaum. Und als er ihn in die Hand nahm um ihn zu streicheln merkte Florian auch noch, dass das Tier blutete. Scheinbar hat sich Durdu am Erdsubstrat irgendwo verletzt. Trotz aller Rettungsversuche war nichts mehr zu machen. Das Tier verreckte langsam vor sich hin. So beschlossen wir ihm einen würdigen Abgang zu gewähren und ihn in die Donau zu werfen.


Doch zu allem Überfluss merkten wir in der U-Bahn auf dem Weg dorthin, dass wir das Tier zu Hause vergessen hatten. Also haben wir einfach nur ein paar Stunden auf der Donauinsel entspannt und haben, wieder zu Hause angekommen, den Wurm im Klo runtergespült

Rauchen - oder - Lügen die das Leben schöner machen

Seit den frühen Neunzigern kämpfen Anti-Rauchergruppen konsequent gegen Tabakindustrien mit dem Zweck, die “Sündenstäbchen” ein für alle Mal zu verbieten. So leicht wie sich das anhört, ist das leider nicht, denn viele Raucher können von sich behaupten, dass sie ohne Tabak den Alltag nicht mehr bewältigen können.
Ich spreche zu euch als Raucher. Ich kann von mir behaupten, zwar relativ wenig zu rauchen (10-12 Zigaretten pro Tag), jedoch bin ich auf diese zwingend angewiesen. Ich habe mit 14 Jahren angefangen, weil ich die Sache cool fand und weil es alle meine Freunde machten.
Die Anti-Raucher-Kampagnen lassen sich sehen: steigende Tabaksteuern, Rauchverbote, abschreckende Mitteilungen auf den Päckchen… Das Problem ist, dass alle diese Aktionen nichts helfen und im Prinzip nur hinausgeworfenes Geld und Energie bedeuten. Ok, man darf im Restaurant nicht mehr Rauchen, geht man halt mal “auf eine Zigarettenlänge vor die Tür”, die steigende Tabaksteuer geht, wenn wir ehrlich sind, nicht wirklich ins Geld (mit Ausnahmen) und die Mitteilungen auf den Päckchen werden höchstens als belustigend empfunden.
Neulich habe ich mit einem guten Freund von mir, einen Pathologen in einem Südtiroler Krankenhaus und ehemaliger Raucher, über die Statistiken gesprochen, die über die Sterblichkeitsrate von Rauchern sprechen. Er sagte mir, dass es jene klassische “Raucherlunge” nicht gebe. Ein Polizist, der den ganzen Tag in Bozen herumsteht und den Verkehr regelt, würde nach 40 Jahren dieselben Symptome aufweisen wie jemand, der seit 40 Jahren raucht. Er selbst habe das Rauchen nur deswegen aufgegeben, weil er das Gefühl gut findet, nicht rauchen zu müssen, sieht aber ansonsten keinen Vorteil darin.
Das Geld, das man sich erspart, wenn man nicht raucht, gibt man wegen anderem Ramsch aus. Die Zigarette nach dem Essen ist etwas dermaßen Gutes, dass ich persönlich nie darauf verzichten möchte, und wenn man sagt, Zigaretten zerstören die Gesundheit, sollte man sich lieber nie in die Nähe einer Straße wagen, oder in eine Fabrik, nie Fernsehen, Radiohören oder vor dem Computer sitzen (Na? Was machen wir denn gerade?)
Seien wir ehrlich. Was schadet uns heutzutage nicht? Ja, auch Zigaretten schaden uns und jedem, der imstande ist, damit aufzuhören bzw. gar nicht erst damit anzufangen, ist zu beneiden. Aber als geborener Pessimist und Befürworter des Zufalls denke ich: was ist wenn ich in 40 Jahren an einem Autounfall sterbe? Oder an AIDS? Dann kann ich für meinen Teil sagen: ich habe mein Leben wenigstens genossen. Ich habe geraucht, meine Exzesse ausgelebt und bin immer wieder zu meinem Lieblingswürstchenstand gegangen und habe meine frittierten Butterwürfel mit einem Spritzer Olivenöl verspeist. Ich habe mein Leben genossen.

Feminismus

Unbestritten scheint mir die Tatsache, dass es Frauen in Leben generell einfach schwerer haben als Männer. Unbestritten scheint es mir auch, dass es in der Geschichte niemals anders war. Und da finde ich es löblich, dass sich viele Frauen wie auch Männer dagegen wehren um die Rechte der Frau dahingehend zu verbessern, damit sie dem Mannes Rechte gleichgestellt sind. Aber damit kann man auch übertreiben.
Versteht mich bitte nicht falsch; ich finde solche Bewegungen durchaus gerechtfertigt und absolut notwendig, doch die Auslegungen gehen zum Teil so weit, dass jedes Wort, das der Mann ausspricht und jede Bewegung, die er macht, dahingehend interpretiert werden, dass er die Frau unterdrücken will. Um jeden Preis.
Will eigentlich eine Frau wirklich in jedem einzelnen Fall gleich (oder besser) behandelt sein? Will eine Mittelschülerin wirklich von ihren Schulkumpanen mit einem kumpelhaften Schulterschlag (wie es wohl zurzeit modern ist) begrüßt werden? Und da erscheint mir die Frage gerechtfertigt, ob es wirklich nötig ist, dass Frauen unbedingt im Stehen pinkeln wollen. Neulich bin ich im Internet über ein entsprechendes Utensil gestolpert, das bei mir wirklich nur Kopfschütteln auslöste.
Ich gebe zu, dass die Argumente der Feministinnen durchaus überzeugend sind, aber ist es wirklich nötig, dem Mann die Schuld daran zu geben, dass er nicht schwanger werden kann? Ist der Mann daran Schuld, dass er nicht monatlich blutet? Ist der Mann daran Schuld, wenn eine Frau das Ungeborene lieber behält als es abzutreiben, aus welchen Gründen auch immer…?
Wie gesagt, die Bewegungen sind absolut nötig, aber vielmals werden sie als lächerlich empfunden, wenn mit solchen Mitteln gearbeitet wird. Und daran ist mit Sicherheit auch der Mann schuld.

Fressen und gefressen werden

Nicht nur, dass jene Katze von der die Rede ist, ein unglaublich langes Tier ist. Nein unverschämt und äußerst intelligent ist sie auch noch. Und langweilig ist ihm, dem Ex-Kater.


Grade liegt er zu meinen Füßen auf dem Bett und verhakt seine Krallen in meine unschuldige Bettdecke. Micio wurde er früher genannt. “Kätzchen” zu deutsch.


Meinem Vater hat er gehört, der konnte ihn nicht mehr behalten, weil irgendwelche Vollidioten in Bozen der Meinung waren, dass Katzen nicht in eine Stadt gehören und sich zur Meta gemacht haben alle Katzen auszuräuchern.
Also habe ich das Biest mit nach Wien genommen. Harte 7 Stunden Autofahrt. Die Katze im Käfig. Und erstaunlicherweise hat er nur 1 Stunde lang Angst und Schrecken verbreitet. Danach chillte er sich auf den Boden und schiss drauf, was um ihn herum passierte.


Kaum in Wien angekommen und von den überaus erfreuten Augen meiner Mitbewohner empfangen beschnüffelte er erst Mal alles sorgfälltigst und war dann zu Hause. Im ernst: Nicht dass er erst Mal ein paar Wochen panische Angst vor allem und Jedem hatte. Nein; er war ab sofort und hier zu Hause. Kein Problem. Hier gibts was zum Fressen und ein paar warme Plätzchen, auf denen man ruhig und gemütlich liegen kann, hier bin ich daheim. Und im neuen Zuhause wurde er erst Mal umgetauft. Uns schien es passend in den Namen des Gottes aller Götter zu geben: Odin! Schließlich stolziere er schon in den ersten 5 Minuten in der Wohnung umher als sei es die Seine und die Menschen um ihn herum seien seine Haustiere.


Und damit nicht genug. Kaum hat das Vieh erst alle Ecken der Wohnung beschnüffelt wurde es ihm schnell langweilig. Er wollte raus. Und das war ein Problem. Wir wohnen in unmittelbarer Nähe des Gürtels und in Wien sieht man äußerst selten eine Katze auserhalb der Wohnung und zwar aus Gutem Grund.


Aber es schien unmöglich das arme Tier in der Wohnung zu behalten. Er zeterte und flehte und fing an alle zu kratzen und zu beißen.
Also gaben wir nach ein paar Tagen nach und ließen in raus. Was vielleicht ein Fehler war, aber noch lebt der Kater und bringt durchschnttlich einmal am Tag eine Maus in mein Zimmer die er dann gemütlich durchs Haus jagt, bis sie tot ist. Und dann habe ich die ehrenvolle Aufgabe das tote Vieh auf ehrenvolle Weise zu entsorgen; als Biomüll oder einfach aus dem Fenster werfen und hoffen, dass keinFußgänger vorbeikommt

Wenn Freunde gefälligst nicht Single sein sollen

Schwierig ist die Situation bei uns in der WG nicht. Jeder hat irgendwie seine gewisse Rolle eingenommen. Da ist z.B. der Florian Alias Biuty der die Stimme der Vernunft ist und auch gleich ergänzt wird durch Thomas, den Vegetarier (dessen Eigenschaft nicht wirklich als Vegetarier bezeichnet werden darf, aber das darf man ihm niemals sagen). Und dann ist da noch Franz der Phlegmatiker, der ganz gerne manchmal von uns auf die Schippe genommen wird, und dann bin auch noch ich da… Der mit der Freundin.
Seit einer Woche etwa kämpfe ich darum, nicht mehr der mit der Freundin zu sein. Damit will ich nicht sagen, dass ich die Andrea verlassen will… Im Gegenteil. Damit will ich sagen, dass ich alles daran setze jemanden von uns “unter die Haube” zu bringen.
Und da habe ich neulich bei der Arbeit dieses wünschenswert nette, wunderschöne und absolut nicht dumme(welche Seltenheit!) Mädchen gesehen, das zu Allem Überfluss auch noch Single ist und BAM! Ich wusste genau, der Biuty braucht die OIDA!
Ich habs dann tatsächlich geschafft, dass sich die 2 Mal getroffen haben, bei einem Vorsingen im Bach. Das Mädchen, nennen wir sie Josefine, studiert nämlich Musical und hat demzufolge einiges an Talent zu haben.
Und obwohl ich persönlich nicht sehr von ihrem Singtalent beeindruckt bin, so bleibt doch noch der Fakt, dass sie Schön ist und nett und intelligent.
der Biuty muss die haben

Ausgang der Misere

Nachdem ich nun seit 3Wochen damit kämpfe von meiner Mutter endlich einen kleinen monatlichen Beitrag zu bekommen, damit ich mein Studium finanzieren kann, hat mir nun auch mein Vater die Hilfe abgesagt.
Damit stehe ich nun in Wien mit einem monatlichen Einkommen von beinahe Null und bin nur noch damit beschäftigt, täglich nach Studentenjobs zu suchen, um meine Rechnungen bezahlen zu können…
Naja; Studium fällt demnach für einige Zeit flach, aber ich hab nicht vor es abzubrechen.
Ich will meinen Kindern eines Tages erzählen können, dass ich mir mein Studium allein finanziert habe, ohne Unterstützung meiner Eltern. Oder so ähnlich.
Ich hoffe zwar immer noch, dass die Alten irgendwann zur Vernunft kommen, aber wissen kann man das bei den zwei Sturschädeln ja nie.
Ich weiß nur, dass ich momentang mit einem halben Tausender in der Kreide stehe und arbeite wie ein Tier um das endlich loszuwerden.
Aber ich bin auf dem richtigen Weg.
Gestern bin ich um 9 Uhr früh nach Hause gekommen, nach einem 22Stunden Arbeitstag. Das sind immerhin stolze 220 Euro an einem Tag.
Leider wurde das Glück der Anstrengung etwas Getrübt, da ich “wohl vergessen hatte” ein Ticket für die U-Bahn zu stempeln und erwischt wurde. 70 Euro Strafgeld, dass ich hoffentlich nicht bezahlen muss, weil ich meine Auslandsadresse angegeben habe.
Nun Gut. Ich werde mich früher oder später wohl entscheiden müssen, ob ich arbeiten will, oder Studieren. Momentan tu ich mehr das eine als das Andere, aber das soll ja nicht so bleiben

Suche nach einer verschwundenen Tasche und Wählterror

10 Uhr morgens holt mich ein angepisster Angestellter aus der Dispo meiner Arbeitsstelle aus dem Schlaf, und meint ich solle mich zur Arbeit bewegen. Da ich in der glücklichen Position bin, arbeiten gehen zu können, wann ich will, und zu Hause zu bleiben wann ich will, schicke ich den fetten Idioten zum Teufel und mache mir erst Mal Kaffe.
Um 11 Uhr beginnt meine erste Vorlesung an der Uni, also suche ich meine 7 Sachen zusammen und finde aber nur 6. Meine Tasche mit den Uniunterlagen ist nicht da. Ich habe sie gestern bei der Arbeit im Museum für angewandte Kunst liegen lassen. Also erstmal ohne Unterlagen zur Uni.
Nach der Vorlesung rufe ich den angepissten fetten Idioten aus der Dispo an und frage ihn, ob er weiß was mit meiner Tasche passiert ist. Er verneint. Also auf zum MaK und den Portier fragen. Doch auch der hat keine Ahnung.
Nun gut. Bleibt noch die Alternative, den Cateringleiter anzurufen, der gestern mein Arbeitgeber war. Nach etwa 3 Minuten fand er raus, was damit passiert ist (sehr kompetent das Bürschchen), allerdings heißt dies für mich, dass ich morgen um 9 Uhr früh im 2. Bezirk sein muss um sie abzuholen, und ich hasse es so früh aufzustehen.
Nun gut. Wird mir nix anderes übrig bleiben. Jetzt sitze ich zu Hause und schreibe meinen Blog, da skypet mich Lukas an und meint, wann ich nach Hause fahre, er habe sich überlegt schon am Freitag zu fahren.
Nach Hause?
Hu?
Habe ich da was nicht mitbekommen?
Haben wir Ferien von denen ich nichts weiß?
Lukas klärt mich auf:
“Wahlen du Idiot! Es geht darum, dass Berlusconi gefälligst nicht gewählt werden soll!!!”
Ach ja. Lassts mich doch mit diesem leidigen Thema in Ruhe. Sollte ich wirklich wählen gehen, dann würde ich sowieso nur die SVP wählen und was hat das für einen Sinn? Keinen!
Da kann ich mich doch genausogut zu Hause in Wien auf meine Couch chillen und ein Bierchen zwitschern.
Berlsuconi gewinnt sowieso, und ehrlich gesagt ist es mir scheissegal. Ob nun ein Idiot an der Macht steht, oder ein Anderer ist mir Schnuppe. Und Argumente wie: “Berlusconi ist der Teufel in Person” zählen bei mir einfach nicht.
Jeder Politiker ist der Teufel in Person.
Leckts mich doch ale am A…